Älteres Fundstück: Straßenkids in New York sind häufig verstoßene Homosexuelle

Ein älterer Artikel auf „queer.de“ berichtete:

Es ist ein unschönes Indiz, dass sich die Zeiten nur langsam verbessern: Einer Schätzung zufolge leben 1.500 junge Obdachlose in New York, die schwul, lesbisch, bisexuell oder Transgender sind – von 3.800 jugendlichen Obdachlosen insgesamt. Die meisten der Kids landeten auf der Straße, weil sie nach ihrem Coming-out von ihren Eltern verstoßen wurden. […] Schaut man sich ein wenig auf der Webseite des Ali Forney Centers um, wird der wenige Einsatz noch unverständlicher. Nur eine Zahl: Da die Obdachlosen oft zu Prostitution gezwungen sind, gibt es Schätzungen, wonach sich in wenigen Jahren jeder Fünfte der Jugendlichen mit HIV infiziert. Dazu kommen die Probleme, die LGBT-Teenager auch sonst betreffen: eine hohe Rate an Depression etwa, häufige Selbstmordgedanken. Und Gewalt.
Benannt ist das Zentrum nach einem obdachlosen schwulen Jugendlichen, der sich in den Neunzigern zum Sprachrohr der obdachlosen LGBT-Jugend aufschwang. Er kümmerte sich auch um HIV-Prävention und kritisierte die Polizei, weil sie sich zu wenig um die Aufklärung von Verbrechen und Morden an den Kids kümmerte. Forney selbst wurde 1997 ermordet, die Hintergründe nie aufgeklärt.

* Videos: Die jungen LGBT-Obdachlosen Amerikas, 23.11.2011, http://www.queer.de/detail.php?article_id=15417