Archiv für Juli 2011

Bilderserie zu Mord an Obdachlosen in Oschatz

Über vierzig Bilder von dem Tatort an dem der Obdachlose Andre K. so schwer verletzt wurde, dass er zwei Wochen später verstarb (Berberinfo berichtete).

Die Bilder sind unentgeltlich zur Verwendung freigegeben, sofern auf diesen Blog als Quelle verwiesen wird.
Tatort Oschatz 1

Tatort Oschatz 2

Tatort Oschatz 3

Tatort Oschatz 4

Tatort Oschatz 5

Tatort Oschatz 6

Tatort Oschatz 7

Tatort Oschatz 8

Tatort Oschatz 9

Tatort Oschatz 10

Tatort Oschatz 11

Tatort Oschatz 12

Tatort Oschatz 13

Tatort Oschatz 14

Tatort Oschatz 15

Tatort Oschatz 16

Tatort Oschatz 17

Tatort Oschatz 18

Tatort Oschatz 19

Tatort Oschatz 20

Tatort Oschatz 21

Tatort Oschatz 22

Tatort Oschatz 23

Tatort Oschatz 24

Tatort Oschatz 25

Tatort Oschatz 26

Tatort Oschatz 27

Tatort Oschatz 28

Tatort Oschatz 29

Tatort Oschatz 30

Tatort Oschatz 31

Tatort Oschatz 32

Tatort Oschatz 33

Tatort Oschatz 34

Tatort Oschatz 35

Tatort Oschatz 36

Tatort Oschatz 37

Tatort Oschatz 38

Tatort Oschatz 39

Tatort Oschatz 40

Tatort Oschatz 41

Tatort Oschatz 42

Tatort Oschatz 43

Tatort Oschatz 44

Tatort Oschatz 45

LESETIPP: Guter Artikel zur Ignoranz sozialdarwinistischen Gewalt

Unter dem Titel »Der war asozialer Dreck« hat die Linkspartei-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke in der Tageszeitung „Junge Welt“ vom 21.07.2011 eine sehr gute Zusammenfassung zur Ignoranz rechter Gewalt gegen Obdachlose und sozial Schwächere verfasst.

Hier ein paar Zitate aus dem Artikel:

Daß nicht jeder wütende Betrunkene zum Mörder an Wehrlosen wird, sondern hier in der Regel schon ein entsprechendes Weltbild mit klaren Feindbildern vorhanden sein muß, ignoriert der Geheimdienst ebenso wie es viele Gerichte tun.

Mehr als die Hälfte der Besserverdienenden hält demnach Langzeitarbeitslose für »willensschwach, an ihrer Lage selbst schuld und für die Gesellschaft nutzlos«. Fast 60 Prozent der Befragten finden es »empörend«, daß sich »Langzeitarbeitslose auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben« machen würden. 38,8 Prozent äußerten sich bereits 2007 negativ über Obdachlose, und 34 Prozent sprachen sich dafür aus, Bettelnde aus den Fußgängerzonen zu entfernen. Heitmeyer und seine Koautorin Kirsten Endrikat sehen die zunehmende Abwertung von Obdachlosen vor dem Hintergrund einer Ökonomisierung des Sozialen: »Ökonomistischen Bewertungskriterien können neben den Langzeitarbeitslosen weitere Gruppen zum Opfer fallen, die nur einen geringen oder gar keinen Beitrag zur Effizienzsteigerung der Marktgesellschaft beitragen. Letzteres gilt insbesondere für jene Personen, die in der Sozialhierarchie noch unter den Langzeitarbeitslosen stehen und deren Arbeitsmoral als noch geringer geschätzt wird: die Obdachlosen.«

Während von rassistisch motivierten Tötungen nach Recherchen von Zeit und Tagesspiegel »nur« etwa die Hälfte der ermittelten Fälle in der staatlichen Statistik fehlen, sind es bei den aus sozialdarwinistischen Motiven ermordeten Menschen über 70 Prozent.