Eine Innenstadt ohne Alkoholiker, Obdachlose und Punks

Ein kritischer Artikel in der Wochenzeitung „Jungle World“ berichtete von einer polizeiinternen „Handlungsanweisung“ in Hamburg, wonach bestimmte Gruppen aus dem öffentlichen Raum vertrieben werden sollen.

Ausdrücklich werden Alkoholiker, Obdachlose und Punks als Personengruppen aufgeführt, die offenbar weder zur Allgemeinheit gehören noch in der Nähe der City verweilen dürfen. […] Tatsächlich genügt es der Hamburger Polizei, dass sich Punks und Alkoholiker »in Personenmehrzahl an einem Ort aufhalten«, um sie mit Platzverweisen zu belegen. Dazu müssen sie noch nicht einmal etwas verbrochen haben. Erfahrungsgemäß könne angenommen werden, dass von Punks und »Zusammenkünften von Alkoholikern« Aggressionen ausgingen und eine »Fremdgefährdung« nicht auszuschließen sei, heißt es in dem Text.

Wie viele ähnliche Handlungsanweisungen oder eingeübtes Verhalten es wohl anderswo gibt?

Andreas Blechschmidt: „Trinken ist ungefährlich“. Zumindest für Unbeteiligte. Nur die Hamburger Polizei ist da anderer Meinung, in: Jungle World Nr. 11, 12. März 2009, http://jungle-world.com/artikel/2009/11/32924.html