Pseudo-Straßenzeitung

Manchmal begegnen einem Straßenzeitungs-Verkäufer, die ihr Produkt sehr aggressiv verkaufen und nebenbei noch versuchen zu betteln. Zumeist handelt es sich dabei nicht um die offizielle Straßenzeitung der Region. Die Straßenzeitungen haben nämlich offiziell ihre Verkaufsgebiete zueinander abgesteckt, so dass keine Konkurrenz entsteht und jede Straßenzeitung für ein bestimmtes Gebiet zuständig ist.
Bei den überregional auftretenden Straßenzeitungen, die nicht auf ein Gebiet festgelegt sind, handelt es sich um den Versuch mit dem Kopie des Prinzip Straßenzeitung Geld zu verdienen ohne sich an die Standarts einer Straßenzeitung zu halten. Dahinter steckt meist ein Verein namens „Food for you e.V.“ mit Sitz in Darmstadt. Die „Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion“ (ADD) gab inzwischen sogar eine Warnung vor dem Kauf von Obdachlosenzeitungen im Namen dieses Vereins heraus. Die Spendenaufsicht hat laut ddp-Meldung dem Verein in Rheinland-Pfalz Spendensammlungen und den Verkauf von Obdachlosenzeitungen „für den guten Zweck“ untersagt. Es handelt sich um die Zeitungen „Food for you e.V.“, „StraMax“ und „Streetworker“.

ddp-rps: Aufsichtsbehörde warnt vor Kauf bestimmter Obdachlosenzeitungen, 13.02.2009, http://www.linie1-magazin.de/linie1/news/Rheinland/artikel.php?id=47601


1 Antwort auf “Pseudo-Straßenzeitung”


  1. 1 Uwe 17. Mai 2010 um 21:47 Uhr

    Hi,

    ja die Leute gibt’s auch mittlerweile seltener in Mainz. Aber die haben hier auch über jahre eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Unter der Kundschaft. Ich verkaufe die Strassengazette hier und mir persönlich ist es vollkommen Egal welche Strassenzeitungen hier verkauft werden. Das sollen die verkäuferInnen selber entscheiden. Und das auch tun können. Abstimmen mit den Füssen und die zeitung verkaufen wenn sie es wollen und nicht andere leuite…die nicht verkaufen. Hinzu kommen leute die selbst keine Strassenzeitungen kaufen…sich aber monieren und einmischen wollen. Ich schenke denen einfach eine Strassenzeitung…was auch nichts nützt. Mit dem Verkauf lässt sich jedenfalls nichts verdienen – nicht genug um nur einen viertel Tag davon leben zu können.
    Besser als nichts – aber schon ab und an nervig. Gibt dafür auch ein sehr dickes fell mit der Zeit. Und…ein Verstehen des Lebens und des Menschens.

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