Italien: Obdachloser aus Indien bei lebendigem Leib angezündet

In Rom haben Jugendliche einen aus Indien stammenden Mann an einem Bahnhof zusammengeschlagen, mit Benzin überschüttet und angezündet.
Der 35jährige Obdachlose wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, ist aber nach Angaben der Ärzte nicht in Lebensgefahr. Die italienische Polizei nahm drei junge Männer im Alter von 16, 18 und 19 Jahren fest.
Tatort dieses schweren rassistischen Angriffs war der Bahnhof von Nettuno, ein Vorort im Süden Roms.
Die drei von der Polizei fest genommenen Täter gaben an, sie hätten unter Einfluss von Alkohol und Marihuana aus Langeweile gehandelt.
Organisationen zum Schutz von Einwanderern veranstalteten gestern Nachmittag in Nettuno eine Kundgebung gegen Rassismus.

Da Menschen aus Indien häufig eine dunkle Hautfarbe haben und die in Italien von staatlicher Seite rassistisch verfolgten Roma, zumeist aus Rumänien stammend, ebenfalls meist eine dunklere Hautfarbe haben, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine antiziganistisch motivierte Attacke handelt.

* AFP/epd: Jugendliche zünden Inder an – Rassismus-Debatte in Italien, 3. Februar 2009, http://www.abendblatt.de/daten/2009/02/03/1034220.html