Fünf Obdachlose in LA ermordet

In Long Beach bei Los Angeles (USA) wurden in zwei obdachlose Frauen und drei obdachlose Männer brutal umgebracht. Sie wurden in einer abgelegenen Schlafstelle, die sich hinter einem dichten Gebüsch befand, in der Nähe einer Autobahnauffahrt erschossen. Die Toten wurden erst nach einem anonymen Hinweis am Sonntag gefunden.
Bisher wurden die Toten noch nicht identifiziert.
Polizisten durchkämmten nach der Tat die Gegend auf der Suche nach Hinweisen auf Täter und Motiv und bemühten sich auch, den anonymen Anrufer ausfindig zu machen. Anwohner berichteten der Polizei, sie hätten Sonntagmorgen mehrere Schüsse und das laute Schreien einer Frau gehört. Danach habe eine Zeugin eine Männerstimme sagen hören: „Steig in das Auto ein.“
Erst Ende September wurde in der Gegend ein Obdachloser bei lebendigem Leibe angezündet und so getötet. In und um LA leben schätzungsweise rund 73.000 Wohnungslose.

Möglicherweise hat die Wirtschaftskrise in den USA den Hass auf Sozial Schwache, die dem Staat angeblich auf der Tasche liegen, verschärft.
Andererseits erinnert dieses Massaker an die Obdachlosen-Morde in Lateinamerika, wo die Täter mit den Morden wohlhabende Viertel und Innenstädte von „unerwünschten“ Personen „säubern“.

* bog/afp/ap/dpa: Fünf Obdachlose erschossen, 03.11.2008, http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,587997,00.html
* dpa/bre: Fünf Obdachlose erschossen, 03.11.2008, http://www.sueddeutsche.de/panorama/549/316432/text/